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Michael Felten: Die Inklusionsfalle

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Titel: Die Inklusionsfalle – Wie eine gut gemeinte Idee unser Bildungssystem ruiniert

Autor: Michael Felten

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Genre: Politik

Erscheinungsdatum: 27. Februar 2017

Seitenanzahl: 176 Seiten

Preis: 17,99 € Gebundene Ausgabe│ 13,99 € E-Book


Inhalt von „Die Inklusionsfalle“

So geht es nicht! Michael Felten bezieht eindeutig Position. Er ist kein Gegner schulischer Inklusion. Aber er wagt auszusprechen, was viele ahnen und nicht wenige bitter erleben: So, wie es läuft, läuft es falsch. Felten beschreibt die Wirklichkeit einer ebenso übereilten wie unterfinanzierten Inklusionseuphorie. Und er deckt Hintergründe auf: Missverständnisse, Fehldeutungen – vor allem aber eine Fülle kindeswohlferner Motive. Gleichzeitig macht er deutlich: Inklusion ist eine Chance, wenn man bereit ist, ehrlich zu sein.


Meine Meinung

 

Michael Felten zeigt in diesem Buch so einige Missstände in der schulischen Inklusionspolitik auf. So bekommt man durch dieses Buch den Eindruck, dass die Inklusion einen weitaus höheren Stellwert hat als die Bildung. Er führt einige Beispiele an, bei denen ich das Gefühl bekommen habe, dass die Verantwortlichen einfach komplett keinen Plan davon haben, wie sich so etwas im Alltag tatsächlich umsetzen lässt.

Ich selbst halte es grundsätzlich schon für wichtig, dass behinderte und nicht behinderte Kinder in gemeinsamen Kontakt kommen, damit einfach Vorurteile und Hemmungen abgebaut werden können, bzw. gar nicht erst entstehen. Ich halte es aber für einen völlig falschen Ansatz, dass Kinder, die eine wirklich intensive Lernbetreuung benötigen – und selbst dann einfach nicht die selben Leistungen wie ein Realschüler aufbringen können – in eine normale Realschulklasse verfrachtet werden.

Meiner Meinung nach sollte hier auch mehr Aufklärung bei den Eltern betrieben werden. Wie dem Buch zu entnehmen ist, sind es oft auch die Eltern, die unbedingt darauf pochen, dass ihr Kind in einer solchen Klasse unterrichtet wird, obwohl eigentlich von Anfang an klar ist, dass diese Kinder in anderen Klassen besser aufgehoben wären. An dieser Stelle wird dann niemanden ein Gefallen getan, nicht den Lehrern – die sich sicherlich mit solchen Situationen teilweise auch einfach überfordert fühlen, nicht dem eigenen Kind – das mit den anderen Schülern einfach nicht mithalten kann und den anderen Schülern auch nicht, denn sie können nicht in dem Tempo lernen, in dem es ihnen eigentlich möglich wäre. Somit gibt es nur Verlierer.

Jedoch sollte man dies auch nicht zu pauschal sehen, denn Behinderung ist ja nicht gleich Behinderung.

Früher galt es schon beinahe als Beleidigung, wenn ein Kind zur „Sonderschule“ ging. Ich könnte mir vorstellen, dass dies mit eine Grundlage der Inklusionsidee war. Statt Kinder aber zu über- und zu unterfordern, sollte lieber Aufklärung betrieben und andere Ansätze gesucht werden. Gemeinsame Schulprojekte oder gemeinsame Ausflüge zum Beispiel.


Fazit

„Die Inklusionsfalle“ regt zum Denken an und macht darauf aufmerksam, was in deutschen Schulen durchaus besser laufen könnte. Auch wenn man selbst keine Kinder hat und zunächst denken mag „Was geht mich dieses Thema an?“, dann sollte man sich klar machen, dass Kinder unser aller Zukunft sind und sie jeden einzelnen etwas angehen.


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